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Freibadsanierung in Espelkamp: Edelstahlbecken und weniger Wasser

am Montagabend wurden die Ergebnisse des Planungswettbewerbs erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Der Vorstellung des Konzepts durch unseren Vorsitzenden Horst Radtke und Stadtwerke-Chef Klaus Hagemeier haben viele Interessierte Bürger beigewohnt und sich an der folgenden Diskussion beteiligt. Zunächst erst einmal vielen Dank für das Interesse und die Unterstützung.

Nun zu dem, was wir erwarten können, beziehungsweise müssen: Wir als Verein Pro Waldfreibad haben uns dafür entschieden, den Fokus der neuen Anlage auf die Familien- und Kinderfreundlichkeit zu legen. Das bedeutet natürlich nicht, dass ältere Besucher bei uns keinen Spaß oder Erholung mehr finden sollen.

Uns war es wichtig, den Wiedererkennungswert des Waldfreibads zu erhalten. Das heißt 50-Meter-Bahnen, eine Insel und Platz für die großen Wasserspielzeuge sollten in einer Neugestaltung erhalten bleiben. Ebenso der Standort des Kiosks und der Aufsicht samt der Mauer.

Vorgaben waren allerdings auch die Reduzierung der Betriebskosten und damit einhergehend die Reduzierung der Wasserfläche und eine Anpassung der Technik an aktuelle Standards.

Bei der Vorstellung des Siegerkonzepts wurde deutlich, dass es eine radikale Verringerung der Wasserfläche geben muss, welche leider zu Lasten unserer 50-Meter-Bahnen gehen wird. Am Montag wurde deutlich, dass gerade diese Veränderung vielen Freibad-Freunden missfällt - aber leider ist eine zeitgemäße Gestaltung nicht anders umsetzbar. Keines der vorgestellten Kozepte sah Bahnen über einer Länge von 25 Metern vor...

Eine Insel ist jedoch weiterhin geplant. Wie diese genau aussehen wird, ist noch nicht ganz klar. Möglicherweise stellt sie eine Abtrennung von Nichtschwimmer- und Schwimmerbereich dar.

Die großen Wasserspielzeuge befinden sich noch in der Schwebe. Im aktuellen Konzept gibt es nur eine Stelle, die die erforderliche Wassertiefe erreicht und flächenmäßig groß genug ist, um hier unfallfrei spielen zu können: Der Bereich unterhalb der Sprungtürme. Das ist natürlich sehr unglücklich, da somit immer nur eins unserer Angebote Verwendung finden kann. Wir hoffen, hierfür noch in Absprache mit den Stadtwerken eine Lösung zu finden.

Als attraktive Neuerung sollen im Nichtschwimmer-Bereich  Nackenschwallduschen, Strömungskanal und eine Schaukelbucht für Abwechslung sorgen. Des Weiteren ist eine Breitwellenrutsche geplant. Ebenfalls komplett neu erbaut werden soll ein Planschbereich mit Beschattungsanlage für unsere jüngsten Gäste.

Hinzu kommt eine Rundumerneuerung der gesamten Technik: Die Wasseraufbereitung, ein Schwallwasserbehälter und eine Umwälzanlage sollen zeitgemäße und vorgeschriebene Wasserqualität sichern und durch höhere Effizienz unsere Betriebskosten senken.

Ja, dass sind viele Änderungen und Einschnitte in das Bad, wie wir es kennen und lieben. Aber wir sollten uns auch vor Augen führen, dass es notwendige Einschnitte sind, die uns ein Freibad in Espelkamp auch für kommende Generationen erhalten sollen.

80% der Kosten können mit ein wenig Glück und zeitnahes Handeln durch Bundes- und Landesmittel gedeckt werden. Dort wiederum muss ein schlüssiges Konzept vorgelegt werden, wie wir die Betriebskosten senken können und die Gestaltung unseren Ansprüchen entspricht. Unsere Ansprüche orientieren sich hierbei allerdings nicht nach dem, was wir gerne hätten, sondern was bei unseren jährlichen Besucherzahlen vertretbar ist.

Die Stadt Espelkamp und die Stadtwerke AöR haben bereits signalisiert, dass ein Umbau nur mit Zuschüssen zu wuppen ist und daher alles dafür getan werden muss, um diese zu erhalten.

Wir als Pro Waldfreibad sagen: Wir müssen es versuchen, aber nicht um jeden Preis!

Denn auch das haben Stadt und Stadtwerke bereits verdeutlicht: Ein neues Waldfreibad gibt es nur in Zusammenarbeit mit Pro Waldfreibad.